Die Föderale Regierung verabschiedet den Plan Be Cyclist 2.0: Das Fahrrad steht im Mittelpunkt der Mobilität von morgen

Da es immer dringlicher wird, unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen – insbesondere im Verkehrsbereich – zu verringern und den Übergang zu einer nachhaltigeren Mobilität zu beschleunigen, hat der föderale Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke von der föderalen Regierung die Genehmigung für seinen Plan Be Cyclist 2.0 (2026–2029) erhalten.

Neben den Vorteilen für Umwelt und Gesundheit ist das Fahrrad auch ein wichtiger wirtschaftlicher Motor für Belgien. Der Sektor sorgt derzeit für fast 18.000 Arbeitsplätze und erwirtschaftet eine Nettowertschöpfung von fast einer Milliarde Euro.

Der vom föderalen Mobilitätsminister unterstützte Plan „Be Cyclist 2.0“ umfasst ein kohärentes Maßnahmenpaket, das darauf abzielt, das Fahrrad zu einem zugänglicheren, sichereren und attraktiveren Verkehrsmittel zu machen, das vollständig in die wirtschaftlichen und mobilitätsbezogenen Herausforderungen von morgen integriert ist.

Diese Maßnahmen sind Teil einer Gesamtstrategie für 2040, deren Ziel es ist, die Verkehrsverlagerung zu beschleunigen, die öffentliche Gesundheit zu verbessern und die Entwicklung einer echten Fahrradwirtschaft in Belgien zu fördern.

Wenn man bedenkt, dass fast 40 % aller Wege, die Belgier zurücklegen, weniger als 5 km betragen und fast 80 % weniger als 15 km, ist das Potenzial für die Nutzung des Fahrrads enorm: Fast 19 % der Nicht-Radfahrer geben übrigens an, damit anfangen zu wollen.

Die vier strategischen Schwerpunkte des Plans Be Cyclist 2.0

Das Radfahren zu einer attraktiven und nachhaltigen Mobilitätsoption machen

Die Regierung beabsichtigt, die bestehenden steuerlichen Maßnahmen – wie die Fahrradpauschale oder das Mobilitätsbudget – zu verstärken und weiterzuentwickeln, um den Kauf und die Nutzung des Fahrrads für alle attraktiver zu machen, auch für Menschen mit Behinderung.

Die erhebliche Verbesserung der Kombination Fahrrad-Bahn in Zusammenarbeit mit der NMBS stellt ebenfalls einen wichtigen strukturellen Schwerpunkt dar, wenn man bedenkt, dass in Belgien nur 19 % der Strecken zwischen Wohnort und Bahnhof mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, während dieser Anteil in den Niederlanden bei 48 % liegt.

Übrigens ist die Einführung eines Reparaturindexes für Fahrräder vorgesehen, um die Kreislaufwirtschaft in diesem Sektor zu stärken.

Fahrradleasing allgemein zugänglich machen

Der Plan sieht eine ehrgeizige Einführung des Fahrradleasings vor, sowohl innerhalb der föderalen Regierung als auch in allen Tarifverträgen, in Absprache mit den Sozialpartnern.

Besonderes Augenmerk wird auf Arbeitnehmer mit geringem Einkommen gelegt, indem eine spezielle Regelung für das Fahrradleasing geprüft wird.

Das Radfahren zugänglicher, sicherer und gesünder machen

Die Sicherheit der Radfahrer und die Bekämpfung von Fahrraddiebstahl stehen im Mittelpunkt des Plans, insbesondere durch den Ausbau der Plattform „MyBike“, den Einsatz von Fahrradstreifen und die Überwachung der Gesetzgebung, um die Straßenverkehrsordnung an die verschiedenen Verkehrsmittel anzupassen. Diese Maßnahmen sind unerlässlich, wenn man bedenkt, dass nach einem Fahrraddiebstahl 12 % der Radfahrer das Fahrrad nicht mehr nutzen und 14 % dessen Nutzung einschränken.

Das Fahrrad wird auch als wichtiges Instrument zur Prävention im Bereich der öffentlichen Gesundheit angesehen, mit gezielten Maßnahmen, die sich an Kinder, Familien und Gruppen richten, die sich nur wenig aktiv fortbewegen.

Das Fahrrad zu einem strategischen wirtschaftlichen Hebel machen

Der Plan unterstützt die Entwicklung der Fahrradlogistik, fördert nachhaltigen E-Commerce und sieht die Gründung des Belgian Cycling Valley vor, das als tragende Plattform für die gesamte Branche dienen soll.

„Das Fahrrad steht im Schnittpunkt unserer Prioritäten in den Bereichen Klima, Gesundheit und Wirtschaft. Mit Be Cyclist 2.0 hat die föderale Regierung eine ehrgeizige, kohärente und gemeinsame Entscheidung getroffen, um die Verkehrsverlagerung zu beschleunigen und die Lebensqualität der Bürger konkret zu verbessern“, erklärte Jean-Luc Crucke nach der Sitzung des Ministerrats.

„Die Fahrradlogistik ist ein Motor für lokale Beschäftigung, wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und lebenswertere Städte. Indem wir motorisierte Fahrzeuge durch Lastenfahrräder ersetzen, verringern wir Staus, Emissionen, externe Transportkosten und unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Mit dem Plan „Be Cyclist 2.0“ ist das Ziel klar: Bis 2040 sollen 33 % aller städtischen Lieferungen mit Lastenfahrrädern erfolgen. In Fahrradlogistik zu investieren bedeutet, in eine intelligente, effiziente und attraktive Stadt für alle zu investieren.“ Philippe Van de Casteele, CEO der BCLF (Belgian Cycling Logistics Federation).